Nutzungsregeln.
Version 1 · Stand: 2026-09-04
Nutzungsregeln für CollabPoint
Acceptable Use Policy (AUP)
Version 1 – Stand 04.09.2026
1. Zweck und Geltungsbereich
Diese Nutzungsregeln legen fest, welche Inhalte und Nutzungsweisen bei CollabPoint zulässig oder unzulässig sind. Sie ergänzen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für CollabPoint und konkretisieren insbesondere die dortigen Pflichten zur rechtmäßigen und vertragsgemäßen Nutzung.
Die Regeln gelten für Plattformkunden, autorisierte Nutzer, eingeladene Kunden und Projektbeteiligte, Gäste sowie sonstige Personen, die CollabPoint oder öffentlich freigegebene CollabPoint-Funktionen nutzen. Sie gelten unabhängig davon, ob Inhalte privat, organisationsintern, projektbezogen, über eine Einladung oder öffentlich per Link bereitgestellt werden.
Begriffe wie „Plattformkunde“, „autorisierter Nutzer“ und „Gast“ werden entsprechend den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verwendet.
2. Grundsätze zulässiger Nutzung
CollabPoint darf nur rechtmäßig, entsprechend der jeweiligen Rolle und innerhalb der tatsächlich eingeräumten Berechtigungen genutzt werden.
Nutzer müssen insbesondere:
• über die erforderlichen Rechte und Befugnisse für Inhalte, Daten und Handlungen verfügen,
• Zugangsdaten, Einladungen, Tokens und öffentliche Links angemessen schützen,
• Rollen, Freigaben und Zugriffsbeschränkungen beachten,
• personenbezogene und vertrauliche Daten nur im erforderlichen Umfang verarbeiten,
• geschäftlich oder rechtlich relevante Inhalte und automatisierte Ergebnisse angemessen prüfen,
• Sicherheitsvorfälle und erkennbaren Missbrauch nicht bewusst fördern oder verschleiern.
3. Rechtswidrige, gefährliche und ausbeuterische Inhalte
Unzulässig ist die Nutzung von CollabPoint zur Planung, Begehung, Förderung, Verschleierung oder Verbreitung rechtswidriger Handlungen oder Inhalte.
Insbesondere verboten sind:
• sexuelle Ausbeutung von Kindern oder Jugendlichen sowie sonstige Darstellungen oder Handlungen sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige,
• nicht einvernehmliche intime Inhalte, sexualisierte Erpressung oder vergleichbare schwerwiegende Eingriffe in die Intimsphäre,
• konkrete Gewaltandrohungen, Aufrufe zu schwerer Gewalt oder die operative Unterstützung schwerer Gewalttaten,
• Rekrutierung, Finanzierung oder operative Unterstützung verbotener terroristischer oder gewalttätig-extremistischer Handlungen,
• Menschenhandel, Zwangsarbeit, sexuelle Ausbeutung oder vergleichbare schwere Ausbeutung,
• Betrug, Erpressung, Identitätsdiebstahl, Geldwäsche, Urkundenfälschung, Computerkriminalität oder sonstige strafbare Handlungen.
Zulässige journalistische, dokumentarische, wissenschaftliche, präventive oder sonst rechtmäßige Auseinandersetzungen mit solchen Themen bleiben hiervon unberührt, soweit sie nicht selbst rechtswidrig sind oder unmittelbar der Förderung verbotener Handlungen dienen.
4. Schutz von Personen und Persönlichkeitsrechten
Nicht zulässig sind insbesondere:
• glaubhafte Drohungen, Stalking, gezielte Einschüchterung oder wiederholte Belästigung,
• menschenverachtende Inhalte oder Aufrufe zu Gewalt beziehungsweise schwerer Diskriminierung gegen Personen oder Gruppen,
• Doxxing, insbesondere die unbefugte Veröffentlichung privater Adressen, Kontaktdaten, Identitätsdokumente, Gesundheits-, Finanz- oder Standortdaten,
• wissentlich falsche Tatsachenbehauptungen, manipulierte Belege oder Identitätstäuschung zur Schädigung anderer,
• unbefugte Aufnahmen, Mitschnitte oder Veröffentlichung vertraulicher Kommunikation.
5. Rechte Dritter, vertrauliche Informationen und Geschäftsgeheimnisse
Nutzer dürfen nur Inhalte hochladen, bearbeiten, teilen oder veröffentlichen, wenn sie hierzu berechtigt sind.
Unzulässig sind insbesondere:
• Verletzungen von Urheber-, Marken-, Design-, Patent-, Lizenz- oder Datenbankrechten,
• unbefugte Nutzung oder Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen, vertraulichen Kundenunterlagen, Quellcode, Zugangsdaten oder sonstigen geschützten Informationen,
• Entfernung oder Umgehung von Rechtehinweisen oder technischen Schutzmaßnahmen ohne Berechtigung,
• Weitergabe von Projekt-, Kunden- oder Unternehmensdaten entgegen bestehenden Vertraulichkeits- oder Berechtigungsregeln.
6. Datenschutz und personenbezogene Daten
Personenbezogene Daten dürfen nur verarbeitet werden, wenn hierfür eine ausreichende Rechtsgrundlage oder sonstige Berechtigung besteht.
Besonders schutzbedürftige Daten – etwa Gesundheitsdaten, biometrische Daten, politische oder religiöse Angaben, Gewerkschaftszugehörigkeit, Angaben zum Sexualleben oder zur sexuellen Orientierung sowie Daten über strafrechtliche Verurteilungen oder Straftaten – dürfen nur verarbeitet werden, wenn dies für den konkreten zulässigen Zweck erforderlich, rechtlich erlaubt und angemessen geschützt ist.
Solche Daten gehören grundsätzlich nicht in bewusst öffentliche oder frei weitergebbare CollabPoint-Freigaben, sofern nicht im konkreten Fall eine tragfähige Rechtsgrundlage und ein geeigneter Schutzrahmen bestehen.
Unzulässig sind insbesondere Doxxing, unberechtigte Profilbildung, heimliche oder rechtswidrige Überwachung sowie das Zusammenführen oder Weitergeben personenbezogener Daten ohne ausreichende Befugnis.
7. Betrug, Phishing und geschäftliche Manipulation
CollabPoint darf nicht dazu verwendet werden, andere Personen über Identität, Vertretungsmacht, Leistungen, Preise, Zahlungen, Abnahmen oder Geschäftsbeziehungen zu täuschen.
Verboten sind insbesondere:
• Phishing, Social Engineering oder das Erschleichen von Zugangsdaten,
• gefälschte oder manipulierte Angebote, Rechnungen, Gutschriften, Belege, Zahlungsnachweise oder Leistungsnachweise,
• unberechtigte Änderung oder Umleitung von Zahlungs- oder Bankinformationen,
• Täuschung über Auftraggeber, Auftragnehmer, Projektstatus, Abnahmen oder Berechtigungen,
• Nutzung von CollabPoint zur Durchführung rechtswidriger Finanz-, Anlage-, Glücksspiel- oder sonstiger Geschäftsmodelle.
8. Sicherheit, Schadsoftware und technische Manipulation
Unzulässig sind insbesondere:
• Malware, Ransomware, Viren, Spyware, Credential-Stealer oder sonstiger Schadcode,
• unbefugte Zugriffs-, Scan-, Exploit- oder Brute-Force-Versuche,
• Diebstahl oder missbräuchliche Nutzung von Sessions, Tokens oder Zugangsdaten,
• Umgehung von Rollen-, Freigabe-, Sicherheits-, Moderations-, Rate-Limit- oder Zugriffskontrollen,
• absichtliche Überlastung, Ressourcenerschöpfung oder massenhafte automatisierte Anfragen,
• Reverse Engineering, Manipulation oder Umgehung technischer Schutzmaßnahmen außerhalb gesetzlich zwingend erlaubter Grenzen,
• Ausnutzung bekannter Sicherheitslücken zur Schädigung, zum Datenzugriff oder zur Umgehung von Berechtigungen.
Wer eine Sicherheitslücke entdeckt, soll sie verantwortungsvoll an CollabPoint melden und darf sie nicht zur Schädigung, Erpressung oder unbefugten Offenlegung ausnutzen.
9. Spam, Scraping und missbräuchliche Automatisierung
Nicht zulässig sind insbesondere:
• unverlangte Massenkommunikation oder wiederholte missbräuchliche Einladungen und Nachrichten,
• automatisierte Kontoerstellung, massenhafte Scheinaktivitäten oder Umgehung von Nutzungs- und Zugriffslimits,
• systematisches Scraping, Harvesting oder Extrahieren von Profilen, E-Mail-Adressen, Dateien, Kommentaren oder Projektinformationen ohne Berechtigung,
• Manipulation von Kommentaren, Abnahmen, Statuswerten oder sonstigen Interaktionen,
• Missbrauch von Formular-, Waitlist-, Booking-, Kontakt- oder Supportfunktionen.
Zulässige Automatisierungen müssen über freigegebene Funktionen oder Schnittstellen erfolgen und die hierfür geltenden technischen und vertraglichen Grenzen beachten.
10. Dateien, Medien und öffentliche Freigaben
Nutzer dürfen nur Dateien und Medien hochladen, für die sie über ausreichende Rechte und Befugnisse verfügen. Inhalte dürfen keine Schadsoftware oder sonstige nach diesen Regeln verbotene Bestandteile enthalten.
Öffentliche oder per Link erreichbare Freigaben dürfen nur für Inhalte aktiviert werden, die für diesen Empfängerkreis geeignet sind. Vor einer öffentlichen Freigabe ist insbesondere zu prüfen, ob vertrauliche Informationen, personenbezogene Daten, Geschäftsgeheimnisse oder Rechte Dritter betroffen sind.
Ein späteres Deaktivieren eines Links kann bereits erfolgte Downloads, externe Weitergaben, Caches oder außerhalb von CollabPoint gespeicherte Kopien nicht zwingend zurückholen.
Eine aufgehobene oder gesperrte Freigabe darf nicht durch neue Links, Ersatzkonten, umbenannte Dateien oder andere Umgehungen bewusst wiederhergestellt werden.
11. Kommunikation, Kommentare, Reviews und Gäste
Chats, Kommentare, Pins, Timecodes, Reviews, Abnahmen und sonstige Rückmeldungen dürfen nur rechtmäßig und im Rahmen der jeweiligen Projekt- oder Freigabeberechtigung genutzt werden.
Gäste dürfen ausschließlich die Rechte des konkreten Links oder Zugangs verwenden.
Verboten sind insbesondere Spam, Drohungen, Belästigung, Doxxing, Identitätstäuschung, rechtswidrige Inhalte, massenhafte automatisierte Kommentare und die Umgehung von Moderations- oder Freigabemaßnahmen.
12. KI- und Automatisierungsfunktionen
KI- und Automatisierungsfunktionen dürfen nicht dazu genutzt werden, diese Nutzungsregeln oder andere Sicherheits- und Berechtigungsregeln zu umgehen.
Insbesondere unzulässig sind:
• Nutzung von KI zur Vorbereitung oder Förderung rechtswidriger, betrügerischer oder anderweitig verbotener Handlungen,
• Prompt- oder Kontextmanipulation mit dem Ziel, Berechtigungs-, Sicherheits- oder Bestätigungsmechanismen zu umgehen,
• Eingabe fremder Geschäftsgeheimnisse, geheimer Zugangsdaten oder besonders schutzbedürftiger personenbezogener Daten ohne ausreichende Berechtigung und Schutzgrundlage,
• Identitätstäuschung, betrügerische Deepfakes oder Social Engineering,
• Vortäuschung, eine KI-Ausgabe sei rechtlich, steuerlich, finanziell oder anderweitig fachlich geprüft, wenn dies nicht der Fall ist,
• Nutzung für ausschließlich automatisierte Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung, soweit hierfür keine zulässige und ausdrücklich freigegebene Grundlage mit angemessener menschlicher Kontrolle besteht.
KI-Ausgaben können fehlerhaft oder unvollständig sein. Nutzer bleiben für ihre Entscheidungen, Veröffentlichungen und ausgeführten Handlungen verantwortlich.
13. Meldung problematischer oder rechtswidriger Inhalte
Auf unterstützten öffentlichen CollabPoint-Flächen kann über die dort bereitgestellte Funktion „Inhalt melden“ eine Meldung eingereicht werden.
Eine Meldung sollte die konkrete Fundstelle, eine nachvollziehbare Begründung und erreichbare Kontaktdaten enthalten. Je nach Fall können zusätzliche Informationen erforderlich sein, um die Meldung sachgerecht zu prüfen.
Für Fälle, in denen kein eingebauter Meldeweg angeboten wird, kann eine Meldung an auftrag@inkandivory.de gerichtet werden.
Bewusst falsche, missbräuchliche oder massenhafte Meldungen sind unzulässig. Gutgläubige Hinweise, Beschwerden und gesetzlich geschützte Meldungen bleiben zulässig.
Bei akuten Gefahren für Leben oder körperliche Unversehrtheit ist CollabPoint kein Ersatz für Polizei, Rettungsdienst oder sonstige zuständige Notfallstellen.
14. Prüfung und Maßnahmen bei Verstößen
CollabPoint kann Meldungen und konkrete Hinweise auf Rechts- oder Regelverstöße prüfen. Dabei können insbesondere Inhalt, Kontext, Schwere, Dringlichkeit, Wiederholung, Reichweite und Auswirkungen berücksichtigt werden.
Abhängig vom Einzelfall können insbesondere folgende Maßnahmen in Betracht kommen:
• Hinweis oder Aufforderung zur Korrektur,
• Einschränkung oder Deaktivierung einer öffentlichen Freigabe,
• Entfernung oder Einschränkung einzelner Inhalte oder Interaktionsmöglichkeiten, soweit technisch verfügbar und rechtlich zulässig,
• Einschränkung einzelner Funktionen oder Zugriffe,
• vorläufige Sperrung oder dauerhafte Einschränkung eines Nutzerkontos nach Maßgabe der AGB,
• außerordentliche Beendigung eines Vertrags bei Vorliegen der vertraglichen oder gesetzlichen Voraussetzungen,
• Erfüllung gesetzlicher, gerichtlicher oder behördlicher Anordnungen.
Maßnahmen sollen nach Art und Umfang verhältnismäßig zum konkreten Risiko oder Verstoß sein. Bei akuten Sicherheitsgefahren, laufenden Angriffen, schwerwiegenden rechtswidrigen Inhalten oder sonstiger Gefahr im Verzug kann CollabPoint vorläufig handeln, ohne zuvor eine Abhilfe abzuwarten.
Soweit rechtlich zulässig und praktisch möglich, werden erhebliche Maßnahmen gegenüber betroffenen registrierten Nutzern nachvollziehbar begründet. Sicherheits-, Ermittlungs-, Datenschutz- oder Geheimhaltungsinteressen können den Umfang einer Mitteilung begrenzen.
15. Überprüfung von Maßnahmen
Wer der Auffassung ist, dass eine gegen ihn oder seine Inhalte gerichtete Maßnahme auf einem Fehler oder unzutreffenden Sachverhalt beruht, kann eine Überprüfung über den in der Mitteilung genannten Kontaktweg oder an auftrag@inkandivory.de anfragen.
CollabPoint prüft eine solche Anfrage unter Berücksichtigung des verfügbaren Sachverhalts. Ein Anspruch auf ein bestimmtes internes Beschwerdeverfahren oder eine bestimmte Bearbeitungsfrist besteht nur, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben oder ausdrücklich zugesagt ist.
Gesetzliche Rechtsbehelfe und Rechte gegenüber Behörden oder Gerichten bleiben unberührt.
16. Keine allgemeine Überwachungszusage
CollabPoint garantiert nicht, sämtliche Nutzerinhalte proaktiv zu prüfen oder jeden Rechts- oder Regelverstoß zu erkennen.
Prüfungen können insbesondere aufgrund konkreter Meldungen, Sicherheitsindikatoren, gesetzlicher Pflichten, behördlicher oder gerichtlicher Anordnungen sowie gezielter risikobasierter Kontrollen erfolgen.
Diese Regelung beschränkt keine zwingenden gesetzlichen Pflichten.
17. Zusammenarbeit bei Sicherheits- und Missbrauchsfällen
Nutzer sollen bei nachvollziehbaren Sicherheits- oder Missbrauchsfällen angemessen mitwirken. Dazu kann insbesondere gehören, kompromittierte Zugangsdaten zu ändern, problematische Freigaben zu deaktivieren, unberechtigte Rollen zu entfernen oder erforderliche Informationen zur Aufklärung eines konkreten Falls bereitzustellen.
Eine AUP-Verletzung berechtigt CollabPoint nicht zu einer unbegrenzten inhaltlichen Auswertung fremder Kundendaten. Zugriffe und Prüfungen richten sich weiterhin nach den jeweils anwendbaren Berechtigungs-, Datenschutz-, AVV- und Sicherheitsregeln.
18. Verhältnis zu anderen Vertragsunterlagen und Änderungen
Diese Nutzungsregeln ergänzen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für CollabPoint. Individuelle Vereinbarungen, zwingendes Recht und – für Auftragsverarbeitungen – der Auftragsverarbeitungsvertrag gehen bei Widersprüchen vor.
Die jeweils wirksam einbezogene Fassung dieser Nutzungsregeln ist maßgeblich.
Änderungen dürfen nicht dazu verwendet werden, wesentliche Vertragsbedingungen oder neue erhebliche Pflichten einseitig außerhalb der in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgesehenen Änderungsregeln einzuführen. Soweit für eine Änderung eine gesonderte Zustimmung erforderlich ist, wird diese eingeholt.
19. Kontakt
Fragen zu diesen Nutzungsregeln, Meldungen und Sicherheits- oder Missbrauchshinweise können gerichtet werden an:
CollabPoint
Florian Harchut
E-Mail: auftrag@inkandivory.de
Fassung: Nutzungsregeln für CollabPoint (Acceptable Use Policy), Version 1 vom 04.09.2026.
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